Richtig Lüften – Was ist zu beachten?

Lüften erfüllt vorwiegend drei Zwecke:

  • Frischluftversorgung bzw. Luftqualität verbessern
  • Luftfeuchtigkeit abführen
  • Temperaturregulierung

Menschen nehmen die Luftqualität und die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen nur eingeschränkt wahr. Manchmal kommt man erst dann auf den Gedanken, dass es Zeit zum Lüften ist, wenn die Luft schon richtig stickig geworden ist oder wenn unangenehme Gerüche in der Luft liegen. Bei der Temperaturregulierung ist es offensichtlicher. Wird es zu heiß, sind die Fenster schnell geöffnet.

Gerade die Frischluftversorgung, die für eine gesunde Lebensführung sehr wichtig ist, und das Abführen von Luftfeuchtigkeit, welche Schimmelpilzen, Hausstaubmilben usw. den Weg ebnet, sind für den Menschen nicht immer einzuschätzen und entsprechend zu regulieren. Auch bei der Temperaturregulierung ist es nicht ganz einfach, die optimale Balance zu finden, denn kostbare Heizenergie ist schnell verschwendet, wenn man die Fenster zu lange offen lässt und die ganze Wärme nach draußen verschwindet. Richtiges, optimales Lüften gehört für den Menschen ganz allgemein nicht zu den leichten Übungen, vor allem wenn er dabei auf mechanische und automatisierte Unterstützung verzichtet. Gerade in den Wintermonaten steht man vor der Herausforderung, möglichst viel frische Luft zu bekommen, ohne zu viel Wärme zu verlieren.

Wie man optimal lüftet

Eine allgemeine Regelung besagt, dass 4-mal täglich gelüftet werden soll: In den Monaten Januar, Februar und Dezember 4-mal 5 Minuten, im März und November 4-mal 10 Minuten, im April und September das Ganze für 15 Minuten, im Mai und Oktober 20 Minuten und im Juni, Juli und August 4-mal täglich 30 Minuten.

Die äußeren Voraussetzungen sind vor allem im Winter und im Sommer sehr unterschiedlich, sodass in den jeweiligen Jahreszeiten das optimale Lüften recht unterschiedlich aussieht. Vor allem der natürliche Auftrieb warmer Luft ist der eigentliche Motor bei der Lüftung. Je höher der Temperaturunterschied zwischen den Räumen im Innern des Hauses und der Außenluft, desto stärker steigt die warme Zimmerluft beim Öffnen der Fenster nach draußen und nach oben und die kalte Luft zieht unten durch ins Zimmer. So kommt es, dass die nötige Lüftungszeit für einen kompletten Luftaustausch im Winter sehr viel kürzer ist als im Sommer.

Richtiges Lüften im Winter

Auch im Winter, wenn es draußen kalt ist, möchte man drinnen ein angenehmes Raumklima haben. Damit die Wände nicht auskühlen, muss man für gewöhnlich auch tagsüber, wenn man nicht im Haus ist, die Heizung etwas an lassen. Die Lüftung muss ebenfalls den Temperaturverhältnissen angepasst stattfinden. Im Winter kann man nur relativ kurz lüften, damit nicht die ganze Heizwärme verloren geht. Dennoch muss ein angemessener Luftaustausch für die Frischluftversorgung und den Abtransport von Feuchtigkeit gewährleistet sein. Am effektivsten geht das so:

Etwa viermal täglich 5 Minuten Stoßlüften, am besten einmal in der Früh nach dem Aufstehen und einmal abends bevor man ins Bett geht und zweimal dazwischen:

  • Heizung abstellen,
  • Fenster ganz öffnen, nicht nur kippen,
  • für gute Luftzirkulation am besten gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen,
  • etwa 5 Minuten lüften, dann die Fenster wieder schließen,
  • Heizung wieder anstellen.
Richtiges Lüften im Sommer

Was viele nicht wissen: auch im Sommer ist richtiges Lüften wichtig, denn auch hier können bei falschem Lüften sowohl gesundheitliche Schäden als auch Bauschäden durch Schimmelpilze entstehen.

Im Sommer ist ebenfalls das Stoßlüften die wirksamste Variante für effektiven Luftaustausch. Am besten viermal täglich bis zu 30 Minuten. Allerdings kann es im Sommer draußen unangenehm heiß oder schwül sein, sodass die Luft von draußen das angenehme Raumklima drinnen stört. Das ist natürlich nicht gewollt. In diesem Fall verzichtet man vielleicht besser auf die viermalige Lüftung und verlegt sich vorwiegend auf den frühen Morgen und den späten Abend, wenn die Temperaturen draußen noch relativ kühl und die Luft noch relativ trocken ist. Zu den gewählten Zeitpunkten würde man also:

  • (gegenüberliegende) Fenster ganz öffnen,
  • bis zu 30 Minuten durchlüften,
  • Fenster wieder schließen.

Über den Tag lüftet man vor allem, wenn die Luftfeuchtigkeit in den Räumen sehr hoch ist, etwa durch Kochen, Baden oder Duschen. Im Schlafzimmer kann man die Fenster grundsätzlich über die ganze Nacht offen lassen, vorausgesetzt es gibt keine dringenden Gründe, sie geschlossen zu halten, wie etwa lästige Insekten.

Richtiges Lüften mit Lüftungsanlagen

Vorgaben wie eben beschrieben einzuhalten, ist natürlich nicht immer ganz einfach. Zum einen sind nur die wenigsten den ganzen Tag zu Hause, des Weiteren möchte man sich auch nicht dauernd damit beschäftigen, die Fenster auf- und zuzumachen. Ein dezentrales Lüftungssystem unterstützt Sie dabei, nahezu ohne Fensterlüftung ein ideales Raumklima zu erreichen. Hierbei wird auch die Feuchtigkeit in den Räumen reguliert, einige Lüftungssysteme verfügen sogar über einen Feuchtesensor und reagieren somit auf zu hohe Luftfeuchtigkeit. Besonders praktisch, wenn man längere Zeit nicht zuhause ist, z. B. im Urlaub oder auf Geschäftsreise. Mit einem dezentralen Lüftungssystem können Sie sicher sein, dass in Ihrer Abwesenheit die Luft getauscht wird und keine zu hohe Feuchtigkeit entsteht.

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