Einbau

Dezentrale Lüftungsanlagen sind für den Einbau in Außenwände von Gebäuden in eine vorbereitete Öffnung in der Außenwand des Gebäudes konstruiert. Bei einem Neubau können diese Öffnungen schon bei der Planung berücksichtigt werden. Bei der Gebäudesanierung werden die Öffnungen nachträglich in die Gebäudeaußenwände gebohrt, mit der sogenannten Kernlochbohrung.

Sollte die Durchführung durch die Außenwand aufgrund von baulichen Gegebenheiten (Dach- oder Kellergeschoss) nicht möglich sein, ist alternativ eine Dachdurchführung oder Kellerdurchführung [Link auf jeweiligen Abschnitt „Dach-/Kellerdurchführung“ weiter unten] möglich.

Was müssen Sie vor der Installation beachten?

Bevor eine dezentrale Lüftung eingebaut werden kann, muss die Außenwand entsprechend vorbereitet sein. In der Regel erfolgen Kernlochbohrungen durch das Mauerwerk, wenn der Rohbau fertiggestellt ist. Alternativ können sogenannte Rohbauträger bereits in das Mauerwerk integriert werden. Hier werden Styropor-Teile (EPP – Polypropylen-Schaum), die später das Lüftungsrohr umgeben, schon während der Rohbauphase direkt eingemauert. Ihr großer Vorteil: Sie sparen sich Zeit, mehrere Arbeitsschritte und vermeiden Schmutz, der durch nachträgliche Kernbohrungen entsteht. Es ist kein Ausschäumen nötig und zusätzlich wird eine erhöhte Isolation der Anlage erreicht. Die Rohbauträger gibt es in unterschiedlichen Längen. Ab 365 mm Mauerdicke können zwei Rohbauträger kombiniert werden.

Für die Installation benötigen Sie:

Das Vorbereitungsset, bestehend aus:

  • einer Außenhaube (aus Edelstahl in weiß, braun oder anthrazit, idealerweise an die Gebäudeoptik angepasst)
  • einem Rohr (50 cm oder 70 cm, aus Kunststoff)

Das Fertigstellungsset, bestehend aus:

  • Patrone (Wärmetauscher und Ventilator)
  • Innenblende mit Steuerung

Für die einfachere Bedienung empfiehlt sich eine Fernsteuerung. Zusätzlich kann bei einigen modernen Lüftungsanlagen die Steuerung auch mittels App erfolgen, wenn die Modelle mit einem entsprechenden WLAN-Anschluss ausgestattet sind. Das ist eine der bequemsten und darüber hinaus effizientesten Arten der Steuerung Ihrer dezentralen Lüftungsanlage.

Rohbauträger

Statt durch eine Kernlochbohrung kann das Lüftungsrohr des Gerätes auch mittels Rohbauträger in die Wand eingesetzt werden. Der Rohbauträger besteht aus EPP (Polypropylen-Schaum) und wird während der Rohbauphase in die Wand eingemauert, was die nachträgliche Kernlochbohrung überflüssig macht. Der Rohbauträger kann beliebig an die Wandstärke angepasst werden. Ab 365 mm Mauerdicke werden zwei Rohbauträger kombiniert.

Klassische Montage durch die Wand

Bei der klassischen Montage durch die Wand wird mittels Kernlochbohrung oder Rohbauträger der Lüfter in eine Außenwand verbaut.

Montage mit Hilfe einer Fensterlaibung

Mit Hilfe der sogenannten Fensterlaibung kann der Luftfluss um 90 Grad geleitet werden und strömt am Fenster heraus. Das ermöglicht einen höheren Schallschutz.

MONTAGE EINER DEZENTRALEN LÜFTUNGSANLAGE

Im Video sehen Sie den Einbau eines Lüfters in ein bestehendes Gebäude.

Alternatives Zubehör für Sonderfälle

Es gibt Situationen, in denen eine Durchführung des Lüftungsrohres durch eine Außenwand nicht möglich ist. Im Dachgeschoss greift man daher auf die sogenannte „Dachdurchführung“ zurück. Sie ermöglicht die Einbindung des Lüfters in das Dachgeschoss. Hierbei gibt es optisch ansprechende Lösungen für verschiedene Schindeltypen und -farben. Der Kniestock muss dabei mindestens 500 mm betragen.

Alternatives Zubehör für Sonderfälle

Die sogenannte „Kellerdurchführung“ ermöglicht den Einbau von dezentralen Lüftungsgeräten in Kellerräumen. Sie ist einsetzbar bis zu einem maximalen Abstand von 350 mm zwischen Kellerdecke und Oberkante Erdreich. Von Vorteil ist eine Drainage für den Kondensatablauf, die idealerweise bereits integriert sein sollte. Daneben muss ein Schacht in ausreichender Größe zur Verlegung des Steigrohres und Rohrbogens ausgehoben werden.

Erfahrungsberichte
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