Saubere Luft für alle, speziell für Allergiker

Bei Allergikern, besonders bei Menschen die von Heuschnupfen geplagt werden, ist frische Luft und regelmäßiges Lüften unerlässlich. Das kann zu Hochzeiten des Pollenflugs zum echten Problem werden. Nur frühmorgens und spätabends oder zu Regenzeiten ist es da zu empfehlen das Fenster zu öffnen, denn das sind Zeiten, an denen weniger Pollen fliegen als am restlichen Tag.

Hier kann eine dezentrale Lüftungsanlage helfen und die Beschwerden, zumindest im Haus, lindern. Die entsprechenden Systeme enthalten Luftfilter und filtern die Zuluft, bevor sie in den Räumen verteilt wird. Von einigen wenigen Herstellern gibt es für Allergiker zu den regulären Filtern auch ganz spezielle Allergiefilter, die die Luft noch zusätzlich von Pollen reinigen. So wird eine maximal saubere Luft erreicht, die mit regulärer Fensterlüftung nicht realisierbar wäre. Doch, der Reihe nach:

Was ist eine Allergie?

Der Duden definiert eine Allergie als eine Überempfindlichkeit bzw. eine krankhafte Reaktion des Organismus auf bestimmte körperfremde Stoffe (genannt Allergene). Das Immunsystem überreagiert beim Kontakt mit ansonsten eigentlich harmlosen Umweltstoffen.

Auf Blütenpollen, welche Bäume und andere Pflanzen zur Blütezeit abgeben, reagieren manche Menschen überhaupt nicht und haben auch keinerlei Symptome. Andere wiederum entwickeln bei Kontakt teils unangenehme, teils ernste Reizsymptome. Das beginnt bei juckenden und geröteten Augen und einem Kribbeln in der Nase, gefolgt von einem Anschwellen der Schleimhäute in den Atemwegen und führt zu verstopfter Nase, Niesattacken und Tränenfluss. Bei stärkeren allergischen Reaktionen werden auch Atemnot, Husten, Asthmaattacken, Störungen im Magen-Darm-Trakt, Migräne und Hautekzeme beobachtet, auch Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen und sogar Depressionen.

Gebäude sind manchmal von Schimmelpilz befallen. Bei Schimmelpilz gibt es bislang nur wenige exakte Tests für Allergien, weswegen Schimmelpilzallergien nicht immer sofort erkannt werden. Allerdings wird auch hier eine ganz Palette von Symptomen mit Schimmelpilzen in Verbindung gebracht, die den Pollenallergien zum Teil nicht unähnlich sind. Darunter fallen Nasenkatharr, Asthma, Hautekzeme und viele andere.

Menschen können auf eine sehr große Zahl von Stoffen allergisch reagieren und entsprechende Symptome entwickeln. Die Palette reicht von bestimmten Nahrungsmitteln über Tierhaare bis zu den verschiedensten Umweltstoffen. Manche Menschen sprechen bei bestimmten Allergien auf eine medizinische Behandlung an, viele aber auch nicht und müssen mit den unangenehmen Begleiterscheinungen leben. Oft hilft nur, den Kontakt mit dem Allergen, das die Allergie auslöst, komplett zu vermeiden.

Wie dezentrale Lüftungen bei Schimmelpilzallergien helfen

Was den Schimmelpilz angeht, gedeiht dieser bestens in kalten Räumen mit hoher Feuchtigkeit. Dezentrale Lüftungsanlagen sind in der Lage, überschüssige Feuchtigkeit mit der Abluft aus dem Rauminneren nach draußen abzutransportieren. Fehlt dem Schimmelpilz die nötige Feuchtigkeit, breitet er sich nicht aus. Wird dazu noch angemessen geheizt, hat er es umso schwerer. Dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung entlasten zusätzlich den Heizaufwand.

Wie dezentrale Lüftungen bei Pollenallergien helfen

Mit einer dezentralen Lüftungsanlage gewährleisten Sie eine regelmäßige und kontrollierte Lüftung. Fenster müssen nicht mehr geöffnet werden. Wird über offene Fenster gelüftet, kommen natürlich Staub, Pollen und andere Partikel mit ins Haus. Da für Allergiker gerade wichtig ist, keinen Kontakt mit Ihrem Allergen zu haben, ist das natürlich nicht optimal.

Mit Filtern versehene dezentrale Lüftungssysteme saugen von außen die Frischluft an, filtern diese und lassen nur die vorgereinigte Luft ins Haus. Pollen kommen also auf diesem Wege nicht mehr in die Wohnung. Die verbrauchte Abluft schafft die Lüftungsanlage gleichzeitig nach draußen, wobei darin enthaltener Hausstaub ebenfalls hinausgeschafft wird. Die Konzentration von Hausstaub im Innern wird dadurch also zusätzlich verringert.

Bestmöglichen Schutz vor Staub und Pollen bieten eigens für diesen Zweck entworfene Allergiefilter, die nötigenfalls auch mehrstufig hintereinander eingesetzt werden können. Speziell in der Pollensaison ist es aber wichtig, diese Filter regelmäßig zu reinigen, damit sie nicht verstopfen. Für die Reinigung werden solche Filter in der Regel kurz unter dem Wasserhahn ausgewaschen.

Das Haus „abdichten“

Dezentrale Lüftungsanlagen können also gute Dienste leisten bei Stoffen und Allergenen, die beim normalen Lüften von außerhalb des Hauses nach innen dringen und die eigentlich draußen bleiben sollen. Wenn die Pollen aber auf anderen Zugängen den Weg nach drinnen finden, nützen die besten Lüftungsanlagen und Filter wenig.

Es müssen also auch die anderen Wege für die Pollen nach drinnen versperrt werden, will man die Allergene wenigstens in seinem Heim vom Halse haben. Zu überprüfen sind zunächst einmal die Dichtungen an Türen und Fenstern. Pollen kommen mit der Zugluft durch die kleinsten Ritzen in die Wohnung. Falls die Dichtungen nicht wirklich dicht sind, sollte man sie auswechseln oder sich im Baumarkt Dichtungsband besorgen und damit die Zugänge für die Pollen bestmöglich verschließen. Ansonsten sind am Bodenbereich Zugluftstopper hilfreich, an den Fenstern, falls man doch einmal eins öffnet, Pollengitter. Pollengitter können bis zu 90 % der Pollen abhalten, verringern aber unter Umständen auch die Luftzirkulation und dunkeln aufgrund ihrer Feinmaschigkeit die Wohnräume etwas ab. Hier muss man sehen, was notwendig ist und unter Umständen der Gesundheit zuliebe auch Kompromisse eingehen.

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